Fremd

Auch wenn man von Bamberg nach Klagenfurt zieht, um dort ein erfolgreicher Geschäftsmann zu werden, wird man ihr trotzdem nicht entgehen können - der Arbeitslosigkeit. Sie kommt unverhofft, schlägt schmerzend ein und hinterlässt tiefe Spuren in der menschlichen Psyche. Oft werden tiefsitzende Traumata wach gerufen, die bearbeitet werden müssen. In Zeiten der Leistungsgesellschaft gilt es zu bestehen oder sich zu verabschieden. Massenarbeitslosigkeit ist die Antwort. Als ein junger Geschäftsmann in Klagenfurt erfährt, dass er aus seiner Topposition gekündigt wurde, beginnt er durchzudrehen. Seine gesamte Kindheit war von der Arbeitslosigkeit seines Vaters geprägt. Die Vorstellung, selbst arbeitslos zu sein, nimmt ihm den Verstand. Er beschließt, die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Schon damals als Kind, liebte er Heldengeschichte und wollte als Ritter gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Nun wird aus seinem Traum Ernst. Er landet in der geschlossenen Anstalt und bleibt allein mit seinem Traum.

Fremd wurde unter der Leitung von Peter Baminger (ORF) in Klagenfurt gedreht. Das Equiptment wurde von der dortigen Universität und von Peter Baminger gestellt. Wir hatten vier Tage Zeit, um den Film zu entwerfen und zu produzieren. Die Musik wurde von Bernhard Grininger komponiert.

>>Ausschnitt aus dem Film [1.779 KB]  

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